Ziele & Forderungen 1995

Ziele und Forderungen   

KirchenVolksBegehren
16. Sptember - 12. November 1995 

Aufbau einer geschwisterlichen Kirche

  • Gleichwertigkeit aller Gläubigen, Überwindung der Kluft zwischen Klerus und Laien. Nur so kann die Vielfalt der Begabungen und Charismen wieder voll zur Wirkung kommen.
  • Mitsprache und Mitentscheidung der Ortskirchen bei Bischofsernennungen- Bischof soll werden, wer das Vertrauen des Volkes genießt.
Volle Gleichberechtigung der Frauen
  • Mitsprache und Mitentscheidung in allen kirchlichen Gremien.
  • Öffnung des ständigen Diakonates für Frauen.
  • Zugang der Frauen zum Priesteramt - Die Ausschließung der Frauen von kirchlichen Ämtern ist biblisch nicht begründbar. Auf den Reichtum an Fähigkeiten und Lebenserfahrungen von Frauen kann die Kirche nicht länger verzichten. Das gilt auch für Leitungsämter.

Freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht-zölibatärer Lebensform

  • Die Bindung des Priesteramtes an die ehelose Lebensform ist biblisch und dogmatisch nicht zwingend, sondern geschichtlich gewachsen und daher auch veränderbar. 
  • Das Recht der Gemeinden auf die Eucharistiefeier und Leitung ist wichtiger als kirchenrechtliche Regelungen. 

Positive Bewertung der Sexualität als wichtiger Teil des von Gott
geschaffenen

 und bejahten Menschen

  • Anerkennung der verantworteten Gewissensentscheidung in Fragen der Sexualmoral (zum Beispiel Empfängnisregelung)
  • Keine Gleichsetzung von Empfängnisregelung und Abreibung.
  • Mehr Menschlichkeit statt pauschaler Verurteilungen (zum Beispiel in bezug auf voreheliche Beziehungen oder in der Frage der Homosexualität).
  • Anstelle der lähmenden Fixierung auf Sexualmoral stärkere Betonung anderer wichtiger Themen (zum Beispiel Friede, soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung).

Frohbotschaft statt Drohbotschaft  

  • Mehr helfende und ermutigende Begleitung und Solidarität anstelle von angstmachenden und einengende Normen.
  • Mehr Verständnis und Versöhnungsbereitschaft im Umgang mit Menschen in schwierigen Situationen, die einen neuen Anfang setzen möchten (zum Beispiel wiederverheiratete Geschiedene, verheiratete Priester ohne Amt), anstelle von unbarmherziger Härte und Strenge.

    Anmerkung:
    Es ist eine wirkliche tolle und frohe Botschaft, das es immer wieder Menschen gibt, die in und außerhalb der Amtskirche um diese Forderungen kämpfen.
     Schließlich sind wir alle Kirche !
    Hubert Segin, Paderborn, Februar 2000,

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