Sammlung in St. Hedwig 1995

  • Auch "Auf der Lieth" wurden Unterschriften gesammelt. 
  • Samstags auf dem Marktplatz "Auf der Lieth"
  • Bei der Grundsteinlegung von St. Hedwig
  • Vor der Kirche "Maria zur Höhe"

Von vielen Menschen kam Zuspruch zu den Forderungen des KirchenVolksBegehrens. Aus vielen Gesprächen sprach aber auch Verzweifelung. Der Glaube an schnellen Reformen  war  für viele Menschen nicht vorhanden. "Glaube ja , Kirche nein"  hieß es oft. Die Gespräche zeigten auch, dass es trotz dieser Konflikte mit der Amtskirche  eine starke Sehnsucht der Menschen gibt, sich über Glaubensthemen des Alltags unvoreingenommen auszutauschen. Auch hinsichtlich der Ökumene zwischen den christlichen Religionen  wird mehr aufeinander zugehen von den Amtskirchen erwartet. Es wird zu viel das Trennende in den Vordergrund gestellt. Für viele ist das Thema durch die unendlich theoretische Diskussion der Theologen sowieso unverständlich. Im praktischen Leben gibt es daher viel mehr Ökumene als es die Amtskirche zeigt. Die Menschen leben beispielsweise in Mischehen zusammen und akzeptieren sich als gleichwertige Gläubige. Der Glaube an den einen Gott verbindet mehr als er trennt. Doch die geschilderten Erlebnisse über das Verhalten und die von Menschen geschaffenen Regeln innerhalb der Amtskirche stimmten immer wieder traurig. Da war die junge geschiedene Frau, die davon berichtete, daß sie kein Patenamt übernehmen durfte, da sie geschieden war. Frauen als Priester und verheiratete Priester waren für viele Gesprächsteilnehmer das natürlichste der Welt. Die Konfliktsituationen, in die Priester geraten, wenn sie trotz Zölibat eine von der Amtskirche verbotene  Liebe zum anderen Geschlecht leben sind für die Menschen  völlig unnötig und aus ihrem glaubens- und bibelverständnis nicht nachvollziehbar, ja sogar unchristlich. Das Zölibat ist ja schließlich nicht von Gott gegeben. Demgegenüber steht die  Tatsache, dass die Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen eine absolute Kernbotschaft der Bibel ist.

Durch die ablehnende Haltung haben viele Glieder unserer Amtskirche es versäumt das KirchenVolksBegehren als Chance und Dialogmöglichkeit aufzunehmen !

 

Unterschriftensammlung und Grundsteinlegung  (vor St. Hedwig)
 



  


Nach oben scrollen