Papst Benedikt XVI. in Deutschland
Berlin, Erfurt und Freiburg 2011
„Wo Gott ist, da ist Zukunft“
16 Jahre nach dem Kirchenvolksgehren hat sich die Amtskirche kaum bewegt.
Die Erwartungen/Forderungen der Gläubigen sind immer noch aktuell. Lasst uns
geschwisterlich zusammen leben.
Auf die Veränderungen der Kath. Amtskirche werden wir noch lange warten müssen.
Als mündige Gläubige müssen wir unseren Glauben
nicht aushandeln, sondern dürfen
uns voll Freude an unseren gemeinsamen christlichen Werten
orientieren.
Ziele und Forderungen (immer noch aktuell)
KirchenVolksBegehren
16. September - 12. November 1995
Aufbau einer geschwisterlichen Kirche
· Gleichwertigkeit aller Gläubigen, Überwindung der Kluft zwischen Klerus und Laien. Nur so kann die Vielfalt der Begabungen und Charismen wieder voll zur Wirkung kommen.
· Mitsprache und Mitentscheidung der Ortskirchen bei Bischofsernennungen- Bischof soll werden, wer das Vertrauen des Volkes genießt.
Volle Gleichberechtigung der Frauen
· Mitsprache und Mitentscheidung in allen kirchlichen Gremien.
· Öffnung des ständigen Diakonates für Frauen.
· Zugang der Frauen zum Priesteramt - Die Ausschließung der Frauen von kirchlichen Ämtern ist biblisch nicht begründbar. Auf den Reichtum an Fähigkeiten und Lebenserfahrungen von Frauen kann die Kirche nicht länger verzichten. Das gilt auch für Leitungsämter.
Freie Wahl zwischen zölibatärer und nicht-zölibatärer Lebensform
· Die Bindung des Priesteramtes an die ehelose Lebensform ist biblisch und dogmatisch nicht zwingend, sondern geschichtlich gewachsen und daher auch veränderbar. Das Recht der Gemeinden auf die Eucharistiefeier und Leitung ist wichtiger als kirchenrechtliche Regelungen.
Positive Bewertung der Sexualität als wichtiger Teil des von Gott geschaffenen und bejahten Menschen
· Anerkennung der verantworteten Gewissensentscheidung in Fragen der Sexualmoral (zum Beispiel Empfängnisregelung),
· Keine Gleichsetzung von Empfängnisregelung und Abreibung.
· Mehr Menschlichkeit statt pauschaler Verurteilungen (zum Beispiel in Bezug auf voreheliche Beziehungen oder in der Frage der Homosexualität).
· Anstelle der lähmenden Fixierung auf Sexualmoral stärkere Betonung anderer wichtiger Themen (zum Beispiel Friede, soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung).
Frohbotschaft statt Drohbotschaft
· Mehr helfende und ermutigende Begleitung und Solidarität anstelle von Angst machenden und einengende Normen.
· Mehr Verständnis und Versöhnungsbereitschaft im Umgang mit Menschen in schwierigen Situationen, die einen neuen Anfang setzen möchten (zum Beispiel wiederverheiratete Geschiedene, verheiratete Priester ohne Amt), anstelle von unbarmherziger Härte und Strenge.